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Die vier Phasen des Menstruationszyklus

Ich kenne keine einzige Frau, die aus reiner Neugierde an einem Sonntagmorgen zu ihrer zyklischen Kraft aufgewacht ist. Vielleicht bist auch du auf diesen revolutionären Weg gekommen, weil du auf irgendeine Weise mit einer linearen Weltordnung zu kämpfen hattest. Vielleicht spürst auch du, dass hinter dem Gefühl nicht verstanden zu werden und nicht in eine Gesellschaft zu passen, die uns lehrt, unsere eigene Einzigartigkeit zu vergessen, um dazuzugehören, noch etwas anderes steckt.


Der weibliche Körper hat einen anderen Sinn für Zeit und das Dasein in der Welt, ganz im Gegensatz zur linearen patriarchalischen Art, die Dinge zu tun. Er ist nach dem Mond und den Jahreszeiten getaktet.

In jedem Menstruationszyklus treffen wir auf zwei verschiedene Energieströme und vier Jahreszeiten, zwei pro Strom.

Die Ströme repräsentieren die beiden Hauptenergien des Universums: Yin und Yang, Expansion und Kontraktion, Einatmung und Ausatmung, Tag und Nacht.


Jeder "Zyklusmonat" (eine durchschnittliche gesunde Zykluslänge schwankt zwischen 24 und 38 Tagen) entspricht dem gesamten Zyklus der vier Jahreszeiten. Diese vier Jahreszeiten sind mit den hormonellen Veränderungen verbunden, die sich innerhalb der beiden Strömungen Yin und Yang vollziehen und zu den beiden Höhepunkten des Eisprungs und der Menstruation führen. Die Höhepunkte eines jeden Zyklus.


Was sind die vier Jahreszeiten?


Wenn du blutest, trittst du in deinen inneren Winter ein. Du ziehst dich energetisch von der Welt zurück und deine energetische Grenzen werden sehr durchlässig und äußerst empfindlich. Wenn du langsam aus deiner Blutung aufstehst, kommst du in den inneren Frühling. Du wirst dich vielleicht nach und nach aufgeschlossener fühlen und der Wunsch, Dinge zu erledigen und der Ideenreichtum kehrt zurück.

Während des Eisprungs befindest du dich im inneren Sommer. Die Energie ist ziemlich hoch und intensiv. Für einige fühlt sich das wie ein großer Schwung an, Dinge zu tun und in der Welt zu sein, und für andere kann es überwältigend sein und sich "nach zu viel Druck und Sichtbarkeit" anfühlen.


Mit dem Ausklingen der Hormone rund um den Eisprungs, treten wir in die zweite Zyklushälfte ein, welche mit dem Prämenstruum beginnt, die ich gerne als "Ausatmung" bezeichne. Wie im Herbst werden die Tage kürzer, die Blätter fangen an, braun zu werden und abzufallen. Das ist ein Zeichen, dass du den inneren Herbst erreicht hast.


In jeder Phase hast du andere Bedürfnisse, Stärken, psychologische Aufgaben und Schwachstellen. Die Vorstellung, jeden Tag auf die gleiche Weise leben zu müssen, ist also eine große Illusion und wirkt sich stark auf unsere zyklische Körper aus.


Zwischen den einzelnen Jahreszeiten gibt es noch so genannte Übergangstage. Etwas, von dem die meisten nicht einmal wissen, dass es existiert. Das sind Tage, an denen man sich "zwischen" der Jahreszeit, die grade vorbei ist, und der, die noch nicht gekommen ist, befindet. Viele Frauen fühlen sich an diesen Tagen desorientiert, als würde ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen. Es kann helfen, es an diesen Tagen langsamer anzugehen, eine Bestandsaufnahme dessen zu machen, was vor einem liegt oder was man grade hinter sich gebracht hat.


Und dann ist da natürlich auch noch die Spiegelung des Zyklus im Mond.

Wenn du lernen willst, dich selbst in den verschiedenen Phasen deines Zyklus kennenzulernen, kann die Beobachtung der Natur unglaublich hilfreich sein. Sch


au dir den Mond an. Sein Zunehmen und Abnehmen. Schau dir an, wie die Natur in Kreisen atmet. Ich verspreche dir, dass du dich auch dort wiederfinden wirst.


"Den Mond in der Morgendämmerung beobachtend

Einsam, mitten im Himmel

Erkannte ich mich selbst vollständig

Kein Teil wurde ausgelassen."


Tzumi Shikibu








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